Dienstag, März 28, 2006

Aufbruch

Über Nacht, vom ersten Winde
kühn gemacht,
hat der März das Tal geschwinde
grün gemacht.

Wärmt der Wald sich, mager und gestrüppig
erst das Fell,

bald des Kirschbaums Knospen, üppig
bersten hell.

Süßer Regen weint den weh gefrornen
Garten auf.
Blüten, die im Schnee verlornen,
warten drauf.

Hinter das vom Winter ausgebleichte

Grau der Welt
ist nun schon das Frühlings-
leichte
Blau gestellt.

Morgen kommt die Sonne: Furcht und Hoffen
stöhnt vom Schlag -
von des Lichtes Blitz getroffen
tönt der Tag!
Eugen Roth

Kommentare:

Hans Jürgen Schlösser hat gesagt…

Wunderschön. Tagtäglich verschenkst Du eine Augenweide!

Hans Jürgen Schlösser hat gesagt…

Wunderschön. Tagtäglich verschenkst Du eine Augenweide!